24. Eidg. Tambouren-, Clairon- und Pfeiferfest Basel
Freitag, 30. Juni bis Sonntag, 2. Juli 2006

Stadttambouren mischen national vorne mit

Die Stadttambouren Wil am Umzug des eidg. Tambourenfest 2006 in Basel

Genau ein Jahr, nachdem die Wiler Tambouren und Claironisten die Ostschweizerischen Wettspiele WIL05 organisiert hatten, nahmen sie vom 29. Juni bis zum 2. Juli an den Eidgenössischen Wettspielen in der Trommelhochburg Basel teil. Mit ihren erfreulichen Resultaten in verschiedenen Wettspiel-Kategorien mischten die Wiler Musiker national vorne mit.

Trommelhochburg Basel

Am Wochenende vom 29. Juni bis zum 2. Juli fanden in Basel die 24. Eidgenössischen Tambouren-, Pfeifer- und Claironwettspiele statt. Knapp 4'000 Wettspieler musizierten dabei in verschiedenen Kategorien um nationalen Ruhm. Rund 150'000 Besucher liessen es sich nicht nehmen, den diversen Wettspielen und Festaktivitäten in der Schweizer Trommelhochburg, die sich auch dank des grossartigen Wetters von ihrer besten Seite zeigte, beizuwohnen. Nachdem die Stadttambouren Wil im vergangenen Jahr die Ostschweizer Wettspiele WIL05 nicht nur organisiert, sondern auch als Vorbereitung auf diese Eidgenössischen Wettspiele genutzt hatten, wollten sie ihre Qualitäten nun auf nationaler Ebene unter Beweis stellen.

Schweizermeister-Titel knapp verpasst

Die Wiler Tambouren massen sich in der höchsten Stärkeklasse der Tambouren-Gruppen, der „Super League“ der Schweizer Tambourenvereine sozusagen, mit 25 konkurrierenden Sektionen aus der Ostschweiz, der Zentralschweiz, der Westschweiz und aus Basel. Das erklärte Ziel einer Platzierung in den Schweizer „Top Ten“ verpassten die Wiler und ertrommelten sich, dirigiert von Philipp Rütsche, mit drei Kompositionen der höchsten Schwierigkeitsstufe – Fürstenländer, SyncopAction und Jazztime – den zwölften Rang. Ebenfalls verpassten die Stadttambouren den angestrebten Titel des Schweizermeisters in den gemischten Sektionswettspielen Tambouren/Clairon. Sie erspielten sich mit den Stücken Mister Boum, Domy und Le Challenge hinter dem Tambourenverein Fürstenland Gossau den zweiten Rang.

Sehr gute Claironisten

Die Wiler traten ebenfalls in den Gruppen-Wettspielen der Claironisten-Sektionen an und durften sich, unter der Direktion von Markus Graf, dank sehr guter Leistungen über den dritten Rang und somit über einen verdienten Podestplatz freuen. Auch in den Einzelwettspielen überzeugten die Wiler Claironisten: Dank Lukas Loser (4. Rang), Hermann Locher (6. Rang) und Manfred Schubert (11. Rang) erspielten sie sich gleich drei der begehrten Kranzauszeichnungen, welche jeweils die besten 30 Prozent aller Musiker in jeder Einzelwettspiel-Kategorie erhalten. Beachtlich musizierten in derselben Kategorie auch Roman Stadler (14.), Ramon Grangé (16.), Roman Hinder (17.) und Erich Rutz (26.).

Jan Künzle drittbester Schweizer

Eine starke Leistung erbrachten die Jüngsten der Wiler Tambouren in ihren Einzelwettspielen. In der Kategorie der höchsten Stärkeklasse für Jungtambouren – Jungtambour ist man bis zum 20. Altersjahr – trommelte Jan Künzle dermassen eindrücklich, dass er sich zum drittbesten Schweizer Jungtambour krönen lassen durfte. Yves Wiesli als 18. und Isabella Walzthöny als 26. erspielten sich in derselben „Super League“ der Jungtambouren eine der begehrten Kranzauszeichnungen. Adrian Stieger überzeugte ebenfalls, verpasste aber als 29. den Lorbeerkranz um eine minimalen Zehntelpunkt. In den Einzelwettspiel-Kategorien der Erwachsenen glänzten die Wiler Stadttambouren mit Abwesenheit. Dafür waren nicht weniger als sechs Mitglieder der Stadttambouren Wil – Maya Thomi-Luck, Nadio Giger, Markus Graf, Roland Kammermann, Philipp Rütsche und Marcel Wiesli – in Basel als Juroren tätig.

Nächste Eidgenössische Wettspiele im Visier

Kaum sind die Wettspiele in Basel zu Ende, ist der Blick der Stadttambouren bereits wieder nach vorne gerichtet: Sie bereiten den nächsten Höhepunkt im 2006 vor, ihr Jahreskonzert am Sonntag, 26. November, im Wiler Stadtsaal. Doch auch die nächsten Eidgenössischen Wettspiele im Jahre 2010 sind als grosses Ziel bereits im Visier des Vereins. Nach einer sorgfältigen Analyse der Resultate in Basel soll eine langfristige und intensive Vorbereitung dazu führen, dass die Wiler Stadttambouren dann national nicht nur vorne, sondern ganz vorne mitmischen können.

Nadio Giger


letzte Aenderung: 10.07.2006 | webmaster