Stadttambouren Wil als Gäste am „Festival International du Tambour“ in St. Brieuc in der französischen Bretagne

Wiler Trommeln und Clairons beeindrucken Frankreich

Die Stadttambouren Wil waren am Wochenende vom
2. bis 4. Juli 2004 Gäste am „Festival International du Tambour“ in St. Brieuc in der französischen Bretagne – eine ausgezeichnete Gelegenheit zum interkulturellen Austausch und zur musikalischen Vertretung der Äbtestadt im Nachbarland Frankreich.

Einmalige Einladung

Bereits zum dritten Mal hatte der französische Tambourenverband "Les tambours de 89" am vergangenen Wochenende zum „Festival International du Tambour“ geladen. Für zahlreiche Sektionen aus dem In- und Ausland war das Festival Plattform für wertvollen interkulturellen musikalischen Austausch. Als einer der Vertreter der Schweiz wurden die Wiler Stadttambouren nach St. Brieuc geladen, welche die einmalige Einladung aus Frankreich trotz gleichzeitig stattfindenden 1250 Jahr-Feierlichkeiten in Wil annahmen und mit einem rund 25-köpfigen Korps in St. Brieuc präsent waren.

Kultureller Austausch

Viele gute Gründe sprachen für eine Beteiligung der Stadttambouren an diesem Grossanlass in der Bretagne. Zum einen bot sich die einmalige Gelegenheit, ins Mutterland des Trommelns und so zu den Wurzeln des Trommelns zurückzukehren, ist doch das Schweizer Trommeln im Wesentlichen durch das Trommelwesen in Frankreich beeinflusst. Zum anderen wollte man umgekehrt das Schweizer Trommeln als eine Mischung von Tradition und Moderne, so wie es momentan in Wil gepflegt wird, in Frankreich präsentieren. Des Weiteren war das Festival in St. Brieuc eine ausgezeichnete Gelegenheit, um die Stadt Wil in Frankreich musikalisch zu repräsentieren.

Zahlreiche Auftritte

An diversen musikalischen Auftritten während des ganzen Wochenendes gelang es den Stadttambouren denn auch, die französische Trommelwelt von ihrem Stil zu überzeugen und zu begeistern und so von der Stadt Wil eine gute Visitenkarte zu hinterlegen. Man musizierte während des gesamten Samstages während mehreren kurzen Paraden und Platzkonzerten in der Innenstadt von St. Brieuc und konzertierte am Samstag Abend anlässlich einer grossen Abendunterhaltung unter freiem Himmel. Ebenfalls ertönten die Wiler Trommeln und Clairons am Sonntag anlässlich eines Behördenempfangs. Die Stadttambouren präsentierten ein breites musikalisches Repertorie, das verschiedene Kompositionen der gemischten Tambouren- und Claironsektion umfasste, das aber auch Stücke aus dem Bereich des Showtrommelns beinhaltete.

Hoher Schweizer Standard

In St. Brieuc wurden jedoch nicht nur unterschiedliche musikalische Stile vorgetragen, es wurde anlässlich eines Forums auch über diese unterschiedlichen Stile diskutiert und insbesondere die existierenden Unterschiede zwischen dem zeitgenössischen französischen und schweizerischen Trommeln analysiert. Philipp Rütsche, musikalischer Leiter der Stadttambouren und gleichzeitig Fachlehrer Tambouren der Schweizer Armee, wirkte dabei als kompetenter Referent und zeigte wesentliche Gesichtspunkte des Schweizer Trommelns auf. Aus Schweizer Sicht erfreulich ist, dass sehr professionelle und vor allem die Jugend berücksichtigende Ausbildungskonzepte einen sehr hohen Standard des Trommelspiels in der Schweiz garantieren.

Vorbereitung für „WIL05“

Mit der Teilnahme am Festival in St. Brieuc ging für die Wiler Stadttambouren eine intensive musikalische Zeit vor der Sommerferienpause zu Ende. Noch am letzten Juniwochenende hatte man sich an den Wettspielen des Zentralschweizerischen Tambouren- und Pfeiferverbandes in Langenthal beteiligt, um sich für einen ganz besonderen Anlass vorzubereiten, respektive um für diesen zu werben: Vom 1. bis 3. Juli 2005 organisieren die Stadttambouren in Wil die Ostschweizerischen Tambouren-, Pfeifer- und Claironwettspiele, ein Grossanlass, der als Trommelfestival „WIL05“ ein Fest für die ganze Bevölkerung werden wird (www.wil05.ch).

Nadio Giger

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Text: Nadio Giger | Fotos: Thomas Meyer


letzte Änderung: 6.7.04 | webmaster@stadttambouren-wil.ch