20. Ostschweizerische Tambourenwettspiele vom 1. bis 3. Juli waren ein Grosserfolg

Einzigartiges Tambourenfest WIL05 bleibt unvergesslich

Vom 1. bis zum 3. Juli ging in Wil das Tambourenfest WIL05 über die Bühne. Ein grossartiges Festprogramm in der einzigartigen Kulisse der Äbtestadt, zahlreiche Teilnehmer aus der ganzen Schweiz und Zuschauer aus der Grossregion Wil sowie fantastisches Wetter machten WIL05 zu einem unvergesslichen Grosserfolg. Dass Wil während drei Tagen so grossartig pulsieren konnte, war jedoch nur dank dem tollen Einsatz ganz vieler Helfer möglich. Ihnen gilt der eigentliche Dank der Organisatoren.

Erfolg für Verein und Stadt

WIL05, die 20. Ostschweizerischen Tambouren-, Pfeifer- und Claironwettspiele, versprach im Vorfeld ein ganz besonderes Fest zu werden, das mit zahlreichen musikalischen, kulinarischen und gesellschaftlichen Höhepunkten aufwartete. Rund 1'200 Wettspielerinnen und Wettspieler aus der ganzen Schweiz sowie etwa 5'000 Besucherinnen und Besucher liessen es sich denn auch nicht nehmen, vom 1. bis 3. Juli bei WIL05 dabei zu sein. Sie durften miterleben, dass die Organisatoren nicht zu viel versprochen hatten. WIL05 war schlicht ein grossartiges Fest, bei dem ein ganz besonderes musikalisches Kulturgut der Schweiz in die einzigartige Atmosphäre der Äbtestadt eingebettet wurde und diese zum Pulsieren brachte. Dieses Kulturgut – das Trommel-, Pfeifer- und Claironspiel – wurde denn auch von allen genossen, ebenso wie die zahlreichen weiteren Unterhaltungsevents und die vielen kulinarischen Angebote. Der Umstand, dass alle Gäste von WIL05 höchst zufrieden waren, zeigt, dass WIL05 eindeutig ein Grosserfolg war – nicht nur für die organisierenden Stadttambouren, sondern für die ganze Stadt Wil.

Reibungsloser Ablauf

Ein weiterer Pluspunkt des Fests war, dass das ganze Festprogramm völlig reibungslos ablaufen konnte. So gingen am Freitag in diversen Wettspiellokalen Einzelwettspiele für junge und erwachsene Musizierende über die Bühne, deren Resultate an der Rangverkündigung am Samstag Abend bekannt gegeben wurden. Für Tanz und Unterhaltung sorgte am Freitag Abend das Quartett „Friends“ im Festzelt auf der Weierwiese. Während des Samstags traten ganze Gruppen anlässlich der Sektionswettspiele vor fachkundige Jurys, um das während Monaten Erlernte zu präsentieren und bewerten zu lassen. Höhepunkt dabei war die Marschkonkurrenz durch die obere Bahnhofstrasse am Samstag Nachmittag, wo zahlreiche Schaulustige miterlebten, wie einige Sektionen musizierend marschierten und dafür bewertet wurden.

„Städtlifest“ als Festhöhepunkt

Zu einem eigentlichen Festhöhepunkt von WIL05 wurde der Samstag Abend. Im Festzelt zeigte erst die Showtrommelgruppe „Drumfire“, was das Trommelspiel so faszinierend macht, bevor dann die Party-Band „Time Square“ der Festgemeinde so richtig einheizte. Eine tolle Alternative zum Festzelt war das „Städtli-Fest“ in der Altstadt. Zum einen lockten zahlreiche „Festbeizli“, betrieben von Vereinen aus Wil und Umgebung, mit kulinarischen Leckerbissen. Zum anderen beeindruckte die ganz besonderen Magie des „Gässelns“: Kleine und grosse Trommel- und Pfeifergruppen zogen dabei musizierend durch die Gassen der Altstadt und schufen dabei ein eindrückliches Klangmeer, das Gänsehaut verursachte und sonst nur an der Balser Fasnacht erlebt werden kann. Am Sonntag dann stand erst ein Festakt auf dem festlich geschmückten Hofplatz auf dem Programm, bei dem alle Teilnehmer von WIL05 gemeinsam musizierten und bei dem Frau Regierungsrätin Karin Keller-Sutter, Stadtpräsident und OK-Präsident Bruno Gähwiler sowie OTV-Präsident Giovanni Razzino den Anlass in Worten würdigten. Am Nachmittag folgte ein farbenfroher Festumzug entlang der oberen Bahnhofstrasse und der Altstadt, den zahlreiche Schaulustige mitverfolgten. Anschliessend fand die Rangverkündigung der Sektionswettspiele im Festzelt statt, ehe dann OK-Vizepräsident Peter Krähenbühl WIL05 für beendet erklärte.

Dank an alle Helfer

Gemäss Krähenbühl ist WIL05 im Nachhinein denn auch ein ganz besonderes Fest gewesen. Wohl freut er sich darüber, dass das Fest ohne Probleme abgelaufen ist; noch viel wichtiger für ihn ist jedoch der Umstand, dass sowohl Festteilnehmer als auch Festbesucher zufrieden, erfreut, ja begeistert gewesen sind darüber, was sie bei WIL05 erleben durften – und das war nebst dem Festprogramm auch die Einzigartigkeit der Stadt Wil. Diese Zufriedenheit der Gäste rechtfertige es erst, so Krähenbühl, von einem erfolgreichen Grossanlass zu sprechen. Ebenfalls zeigt sich der OK-Vizepräsident erfreut darüber, dass WIL05 neue Massstäbe punkto Festorganisation gesetzt hat; So war beispielsweise eine Anmeldung per Internet möglich, eine Homepage wurde gestaltet, es wurde mit einem Medienpartner zusammengearbeitet und zudem war das Marketingkonzept äusserst ausgeklügelt. Was Krähenbühl jedoch am meisten am Herzen liegt, ist, allen Personen einen riesengrossen Dank auszusprechen, die in irgendeiner Form dazu beigetragen haben, WIL05 Wirklichkeit werden zu lassen. Dieser Dank gilt insbesondere der Stadt Wil, die den Organisatoren viele Türen aufgestossen hatten. Danken möchte er aber auch allen Sponsoren, dem Medienpartner sowie allen Vereinen und privaten Personen, die sich in irgendeiner Form für WIL05 eingesetzt hatten. Durch sie erst wurde WIL05 zum Grosserfolg, der allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Wiler brillieren im Wettspiel

Nebst dem Fest als solchem sollen aber auch die Wettspielresultate der Stadttambouren nicht ganz vergessen werden. Als Organisatoren von WIL05 stand insbesondere der Aktivsektion nur minimal Zeit zur Wettspielvorbereitung zur Verfügung, und die Teilnahme in der Königsklasse S1, derjenigen der stärksten Tambourensektionen, wurde gar nicht angestrebt. Auch die Jungtambouren waren von der Mithilfe bei WIL05 nicht ganz befreit, was ebenfalls zu Lasten der Vorbereitung auf die Wettspiele ging. Dennoch brillierten die Wiler: Die Aktivsektion wurde nicht nur Festsieger in der Kategorie Tambouren/Clairon, sondern setzte sich auch in der Kategorie Tambouren/Perkussion gemeinsam mit dem Tambourenverein Lüchingen auf den ersten Rang. Auch die Resultate der Jungtambouren waren eindrücklich. Im Sektionswettspiel als einziger Verein mit zwei Sektionen angetreten, belegte Wil 1 den ausgezeichneten zweiten Rang, Wil 2 wurde sehr guter achter. Auch im Einzelwettspiel trommelten die jungen Wiler hervorragend: Bei den älteren Jungtambouren war Jan Künzle bester Ostschweizer Tambour, das Wettspiel der jüngeren Tambouren wurde von Yves Wiesli gewonnen. Im Einzelwettspiel der Claironisten wurde Manfred Schubert vierter, die Kategorie der Jungclaironisten wurde vom Wiler Roman Hinder gewonnen.



















Text: Nadio Giger


letzte Änderung: 13.11.04 | webmaster@stadttambouren-wil.ch