Wiler Tambouren und Claironisten musizieren an den Verbandswettspielen in Winterthur

Stadttambouren dreifacher Ostschweizer Meister

Die Wiler Stadttambouren haben mit grossem Erfolg an den Wettspielen des Ostschweizerischen Tambourenverbandes in Winterthur teilgenommen und durften sich gleich in drei Kategorien als Ostschweizer Meister feiern lassen. Weitere ausgezeichnete Resultate im Einzel- und Sektionswettspiel der Tambouren und Claironisten rundeten die glänzende Gesamtleistung des Vereins ab.

Philipp Rütsche (Mitte), der Dirigent der Stadttambouren Wil, freut sich über den Wiler Festsieg im gemischten Wettspiel Tambouren/Clairon.

Grösster Ostschweizer Verein

Vom 15. bis zum 17. Mai haben in Winterthur die 21. Ostschweizerischen Tambouren-, Pfeifer- und Claironwettspiele stattgefunden. Bei diesen alle vier Jahre stattfindenden OTV-Wettspielen werden jeweils die Ostschweizer Meister in diversen Kategorien des Einzel- sowie des Sektionswettspiels bestimmt. Gleichzeitig werden diese Wettspiele jeweils auch von Gastvereinen anderer Schweizer Verbände zur musikalischen Standortbestimmung genutzt. Von Wettspiel ist darum die Rede, weil ausgesuchte Trommel- und Bläserliteratur vorgetragen und nach einem komplexen Bewertungssystem hinsichtlich Technik, Rhythmus und Dynamik bewertet wird. Vor vier Jahren waren die Wiler Stadttambouren Gastgeber eines solchen Wettspiels, das als WIL05 in die Annalen der Äbtestadt eingegangen ist. In diesem Jahr nahmen die Stadttambouren Wil mit ihrer Aktivsektion sowie mit ihren Jungtambouren als grösster Ostschweizer Verein am Wettspiel in Winterthur teil – und konnten sich gleich dreimal als Ostschweizer Meister feiern lassen und so die Äbtestadt würdig vertreten.

Zwei Meistertitel im Sektionswettspiel…

An zwei Meistertiteln der Stadttambouren Wil hatten die Claironisten sehr grossen Anteil. Zum einen erspielte sich die Claironsektion unter der Leitung von Markus Graf mit einer Glanzleistung den ersten Rang und verwies damit die Konkurrenz etwa aus Gossau oder Lenggenwil auf die weiteren Plätze. Zum anderen gelang es der gesamten Aktivsektion der Stadttambouren unter der Direktion von Philipp Rütsche, im gemischten Sektionswettspiel Tambouren/Clairon den begehrten Titel des Ostschweizer Meisters zu erringen. Unter der Leitung von Philipp Rütsche ertrommelten sich zudem die Aktivtambouren in den Sektionswettspielen der höchsten Stärkeklasse den starken siebten Rang und positionierten sich damit auf Platz vier der Rangliste aller Ostschweizer Tambourensektionen. Ebenfalls musizierten die Wiler Tambouren in der Kategorie Tambouren/Perkussion, in welcher das Trommelspiel mit diversen Perkussionsinstrumenten kombiniert wird. Dabei erreichten sie mit dem fesselnden Stück „Powerplay“ den hervorragenden zweiten Rang.

…und ein Meistertitel im Einzelwettspiel

Den dritten Meistertitel des Ostschweizerischen Tambourenverbandes für die Stadttambouren Wil errang Jan Künzle im Einzelwettspiel der höchsten Stärkeklasse. Der Modus dieser Kategorie sah vor, dass aus zwei Vorrundengruppen mit je rund 50 der besten Schweizer Einzeltambouren zehn Finalisten bestimmt werden, die in einem erneuten Durchgang den Festsieg untereinander ausmachen. Als einzigem Tambour aus der Ostschweiz gelang Jan Künzle dabei die Finalqualifikation. Im finalen Durchgang ertrommelte er sich letzten Endes den ausgezeichneten sechsten Schlussrang – und somit auch den Titel des Ostschweizer Meisters. Nicht viel weniger erfolgreich musizierte die Wiler Ausnahmekönnerin Isabella Walzthöny, der ein 14. Vorrundenrang gelang und die sich damit als beste Tambourin der Ostschweiz feiern lassen durfte. Wenig fehlte und auch der Claironist Manfred Schubert hätte sich mit dem Titel des Ostschweizer Meisters bekleiden können. Im Einzelwettspiel der Claironisten verpasste er als ausgezeichneter Zweiter den Festsieg um hauchdünne sieben Zehntelspunkte. Üblich ist in den Einzelwettspiel-Kategorien eines Verbandsfests, dass die ersten 35 Prozent aller Teilnehmenden mit einem Lorbeerkranz ausgezeichnet und geehrt werden. Eine solche gewann Hermann Locher als Sechster und rundete so die hervorragende Bilanz der Wiler Claironisten ab.

Zwei starke Jungtambouren-Sektionen

In wenig standen die Wiler Jungtambouren mit ihren Leistungen in Winterthur den Resultaten der Aktivsektion nach. In den Sektionswettspielen der Jungtambouren der höchsten Stärkeklasse erreichte die Wiler Sektion unter der Leitung von Maya Thomi-Luck den hervorragenden zweiten Rang. Als einziger Verein schickten die Stadttambouren eine zweite Jungtambourensektion ins Rennen, sodass auch die jüngeren Trommlerinnen und Trommler des Vereins die Möglichkeit hatten, Sektionswettspielluft zu schnuppern. Dirigiert von Isabella Walzthöny erreichte diese Sektion den tollen vierten Rang in der Kategorie der zweithöchsten Stärkeklasse.

Zwei Vizemeister in den Einzelwettspielen

Auch im Einzelwettspiel warteten die jungen Wiler Musiker mit grossartigen Leistungen auf: Bei den Clairon-Junioren erspielte sich Lukas Loser den ausgezeichneten zweiten Rang und somit den Vizemeistertitel des Ostschweizerischen Tambourenverbandes. In der Kategorie der älteren Jungtambouren mit 110 Teilnehmenden trommelte sich Yves Wiesli ins Finale und wurde dort hervorragender Vierter sowie – aufgrund des Teilnehmerfeldes – ebenfalls Vize-Meister des Verbandes. Eine Kranzauszeichnung gewann zudem Raphael Schwager als 34. bei seiner ersten Teilnahme in dieser Kategorie. Dass im Einzelwettspiel der jüngeren Jungtambouren gleich ein Wiler Trio in den Top Ten platziert war, dafür sorgten Lukas Osterwalder als Dritter, Erich Koller als Vierter und Lukas Thomi als Siebter dieser Kategorie ohne Finale, in der sich auch Noemi Andres als 24. und Lukas Spirig als 27. als Kranzgewinner feiern lassen konnten. In der Kategorie der Allerjüngsten gewann Fabio Zingg als Siebter auf Anhieb einen begehrten Lorbeerkranz.

Gradmesser für nächste Wettspiele

Die glänzende Gesamtleistung der Wiler Stadttambouren geht als weiterer erfolgreicher Meilenstein in die Geschichte der Stadttambouren Wil ein. Gleichzeitig sind die Resultate aber auch ein Gradmesser, der sehr zuversichtlich für die nächsten Wettspiele stimmt, an denen die Stadttambouren Wil teilnehmen. So misst sich die Aktivsektion an den eidgenössischen Wettspielen im Juli 2010 in Interlaken mit der gesamten Schweiz, die Jungtambouren treten im September 2010 an den Jugendwettspielen in Kreuzlingen an. Das nächste Mal zu sehen und zu hören ist der Gesamtverein am Donnerstag, 18. Juni, an der Wiler Altstadt-Serenade. Zudem bieten die Stadttambouren ab Juni diesen Jahres neue Anfängerkurse für das Clairon und für die Trommel an. Ein Informationsabend dazu findet am Mittwoch, 27. Mai, in Wil statt (weitere Infos unter www.stadttambouren-wil.ch).

Nadio Giger



letzte Aenderung: 19.5.2009 | webmaster