Trommel und Trommeln

Die Trommel zählt zu den ältesten Musikinstrumenten überhaupt und gelangte wahrscheinlich aus dem Orient nach Europa. Das Wort "Trommel" geht etymologisch auf eine arabisch-persische Wurzel zurück, die sich bis zum modernen französichen Begriff "Tambour" entwickelte. Als älteste deutsche Bezeichnungen erscheinen im 12. Jahrhundert "trumme" und "trumel". Als älteste Bedeutung dieser Wörter wurde allgemein "Schallerreger" ausgemacht.

Auf eidgenössischem Gebiet entstand im Verlaufe des 15. Jahrhunderts das sogenannte Feldspiel, das für die eidgenössischen Heere typisch wurde. Es war jedoch nicht nur das Wehrwesen, sondern auch Brauchtum und kirchliche Feste, Zunftleben und öffentliche Anlässe, welche die Entwicklung des Trommelns in der Schweiz förderten.

Das heutige Tambourenwesen in der Schweiz ist wesentlich von der Basler Trommelkunst geprägt, welches selbst vorab durch das Trommelwesen in Frankreich inspiriert wurde. Ab 1920 ermöglichte die von Dr. Fritz R. Berger entwickelte Notenschrift eine Expansion des Basler Trommelns in die ganze Schweiz. Virtuose Trommelkompositionen dominieren heutzutage das Repertoire der meisten Vereine.

Die wesentlichen Bestandteile einer Basler- oder Ordonnanztrommel sind eine Trommelzarge, ein metallener Hohlzylinder, dessen Öffnungen mit je einem Fell bedeckt sind, einem oberen, Schlagfell genannt, und einem unteren, Saitenfell genannt. Den Abschluss bilden zwei Trommelreifen, die sich durch ihre typische schwarz-weisse (für zivile Tambouren) oder rot-weisse (für Militärtambouren) Bemalung auszeichnen. Das sogennante Trommelseil, das durch zwölf Lederstrupfen gestrafft werden kann, sorgt für die nötige Spannung.

Getragen wird die Trommel mit einem ledernen Bandelier. Was der Bogen für den Streicher, bedeutet das Schlegelpaar für den Tambour, der meist aus Buchs- oder Hagebuchenholz geschnitten wird.

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Das Clairon

Bereits im 15. Jahrhundert vor Christus kannte man die Bläsermusik mit Naturtönen als altgermanische Luren-Musik. Damals wurde mit hohlen Bambusrohren, Kuh-, Stier- und Widderhörnern mittels eines Kesselmundstückes geblasen. Das Clairon gehört zur Familie der Naturhörner, zu denen die bekannten Posthörner, Jagdhörner und Alphörner zählen. Alle diese Instrumente sind Signalhörner, welche als Ruf- und Warnsignale eingesetzt wurden.

Das Clairon ist besonders in Frankreich und Belgien wie auch in Deutschland und in der Schweiz ein beliebtes, ventilloses B-Horn mit weiter Mensur, auf welchem Naturtöne gespielt werden.

Als Bereicherung des rhythmischen Trommelspiels wird das Clairon in vielen Vereinen eingesetzt. An nationalen Wettspielen messen sich die Vereine und spielen das Clairon mehrstimmig zusammen mit Bassstimme und vereinzelt auch mit Flügelhörnern und Fanfaren. 

  

letzte Aenderung: 11.11.99 | webmaster@stadttambouren-wil.ch