Klar, die alljährliche Hauptversammlung ist den allermeisten der gut 50 Mitglieder der Stadttambouren Wil ein bestens vertrautes Unterfangen. Und dennoch hatte die diesjährige HV einen einzigartigen Flair. Abgesehen davon, dass das Restaurant El Pincho zum wilden Mann zum ersten Mal als Austragungsstätte fungierte, bahnte sich ein personeller Umschwung an, der darauf wartete, durch reges Händeheben amtlich gemacht zu werden. Aber von vorne: Im Anschluss an die Verpflegung eröffnete Präsident Colin Bellhouse die 104. ordentliche HV in gewohnt humorvoller Manier. Nach der Klarstellung der Formalitäten blickten der Präsident, der Sektionsleiter (Florian Haas) und die Jungtambourenverantwortliche (Isabella Walzthöny) in ihren entsprechenden Berichten auf das vergangene Vereinsjahr zurück und liessen die Stadttambouren noch einmal in Erinnerungen an die Vereinsreise, das Jahreskonzert im Stadtsaal oder das Jungtambourenwettspiel in Zürich schwelgen. Nachdem Kassierin Noemi Andres zweifelsfrei entlastet wurde, widmete sich der Fokus den Mutationen. Mit Colin Bellhouse und Urs Künzle verliessen zwei absolute Schwergewichte der Vereinsarbeit den Vorstand. Per Videobotschaft teilten etliche Mitglieder ihre Lieblingserinnerungen mit Urs und Colin und bedankten sich bei den beiden für ihr aussergewöhnliches Engagement. Bekanntlich gehört zum weinenden auch ein lachendes Auge, und so freute sich der Verein, ex-Vize Manuel Koch einstimmig als Präsident zu erküren. Nebst ihm wird in Zukunft auch Tobias Spirig Vorstandsarbeit leisten und die Position des Aktuars übernehmen. Dies sollten aber nicht die einzigen personellen Veränderungen sein – Timo Osterwalder, Laurin Murer, Gallus Ruppanner, Rawnsley Eddie und Yannick Bollhalder wurden per Applaus in den Verein aufgenommen. Folgerichtig liess man den Abend im „Hartz“ ausklingen und stiess an, auf ein vielversprechendes neues Vereinskapitel.