Der Puls ist der Paukenschlag, der uns am Leben hält. Genau diesem widmeten die Stadttambouren letzten Sonntag ihr Jahreskonzert und sorgten im Stadtsaal für funkelnde Augen.
Für hunderte Stadtsaal-Besucher gab es am vergangenen Wochenende ordentlich eins auf die Ohren. Die Stadttambouren stellten anlässlich ihres Jahreskonzerts ein Programm ganz im Zeichen des Pulsschlags auf die Beine. Zu Beginn wirbelten sie sich wortwörtlich durch die Tambourengenerationen des Vereins: Die Kleinsten machten den Ein-, die Veteranen den Abschlag. Danach ging es drunter und drüber, und wieder einmal glich kein Stück dem anderen. So spielten im einen Augenblick Tambouren und Claironisten stolz in ihren historischen Uniformen zusammen, im nächsten begeisterten die Trommler zweistimmig und mit Schlegelakrobatik.
Viel Wirbel um Jungtambouren
Auch die Kleinsten kamen nicht zu kurz – die jüngsten Tambouren, die auf der Bühne standen, erlebten heuer ihr allererstes Jahreskonzert und streuten dem beeindruckten Publikum den Jöö-Effekt ein. Diejenigen, die schon etwas länger dabei sind, nahmen die Zuschauer mit dem Stück Sherpa mit auf die Reise vom Basecamp Richtung Gipfel, bevor sie mit Toti Flüge dreistimmig Präzision bewiesen.
„Röhren-Samba“ sorgt für den Schlusspunkt
Auf einmal ging es zu und her wie auf der Baustelle: Jungtambouren rasten auf „Tretti- Traktoren“ über die Bühne und machten schliesslich den Bauarbeitern Platz, die zwei lange Rohre herbeitrugen. Dann zückte einer von ihnen zwei gestimmte Röhren, sogenannte Boomwhackers, und fing an, auf das grosse Rohr zu schlagen – ehe bald die ganze Sektion einstieg und die Melodie ergänzte. Röhren-Samba bildete das lautstarke Finale eines gelungenen Konzerts.